Mehr Wertschätzung für Lebensmittel: Befragung von Verbrauchern

  • Das Meinungsforschungsinstitut YouGov befragt 1017 Bürgerinnen und Bürger aus NRW.
  • Die meisten assoziieren mit „Wertschätzung“ die Vermeidung von Lebensmittelabfällen.
  • Kleine und damit bedarfsgerechte Einkäufe sind für 40 Prozent der Befragten sinnvoll, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
  • 19 Prozent wünschen sich Resteboxen in Restaurants.
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Welche Verhaltensweisen verbinden Verbraucherinnen und Verbraucher in Nordrhein-Westfalen mit „Wertschätzung von Lebensmitteln? Und was sind sie im Alltag bereit zu tun, um beispielsweise Abfälle zu vermeiden? Dazu hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von MehrWert NRW eine repräsentative Befragung durchgeführt.

1017 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahre gaben im März/April 2018 Auskunft. Sie waren jeweils aufgefordert, sich für eine Antwortoption zu entscheiden. Dadurch wurde sichtbar, welche Präferenzen unter den Befragten mehr oder weniger weit verbreitet sind.

Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, stellte wesentliche Ergebnisse der Umfrage auf der Tagung „Lebensmittel wertschätzen – vom Acker bis zum Teller“ am 7. Juni in Düsseldorf vor.

  • Demnach assoziierten 39 Prozent der Befragten mit „Lebensmittelwertschätzung“ vor allem die Vermeidung von Lebensmittelabfällen.
  • Etwa gleichauf lagen mit 12 bis 14 Prozent die Antwortmöglichkeiten „Dankbarkeit für das tägliche Essen“, „Produkte einkaufen, bei denen die Erzeuger (zum Beispiel Bauern, Bäcker, Metzger) fair entlohnt werden“, „Mahlzeiten selber zubereiten“ sowie „Lebensmittel aus der Region einkaufen“.


Eine weitere Frage lautete: „Die Vermeidung von Lebensmittelabfällen erfordert in der Regel etwas Mühe im Alltag. Welche der folgenden Möglichkeiten ist für Sie persönlich am sinnvollsten, wenn Sie an die Vermeidung von Lebensmittelabfällen im Alltag denken?“

  • Fast 40 Prozent der Menschen gaben an, dass sie kleinere Einkäufe sinnvoll finden und dafür auch häufiger einkaufen gehen würden.
  • Mit jeweils zirka 20 Prozent schnitten die Antworten „Sorgfältige und sachgerechte Lagerung von Lebensmitteln“ und „Reste auch dann essen, wenn ich wenig Lust darauf habe“ etwa gleich ab.
  • Für fast zehn Prozent der Befragten ist es sinnvoll, „Reste von auswärtigen Speisen (zum Beispiel aus dem Restaurant) einpacken zu lassen und später zu Hause zu verzehren“.


Gefragt nach „möglichen Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Außer-Haus-Verpflegung“ antworteten

  • 40 Prozent, dass generell auch kleinere Portionsgrößen angeboten werden sollten.
  • Jeweils etwa  20 Prozent befürworteten eine App, die Speisen aus Restaurants und Cafés anzeigt, die nicht mehr verkauft werden und kostengünstig abgeholt werden können sowie „Doggybags“, die in Restaurants zur Verfügung stehen, um Reste mit nach Hause zu nehmen.

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