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Nachwuchspreis MehrWert NRW 2017: die Preisträger

  • In Kooperation mit der Effizienz-Agentur Nordrhein-Westfalen hat das Projekt MehrWert NRW 2017 erstmals den Nachwuchspreis MehrWert NRW ausgelobt.
  • Eine fachkundige Jury hat aus den Einreichungen zwei Preisträger ausgewählt und einen Förderpreis vergeben.
Eine Gruppe Menschen, einige haben Blumen und Urkunden.
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In Kooperation mit der Effizienz-Agentur Nordrhein-Westfalen hat das Projekt MehrWert NRW 2017 erstmals den Nachwuchspreis MehrWert NRW ausgelobt.

Gesucht wurden innovative Produkte, die Verbraucherinnen und Verbraucher dabei unterstützen, sparsam mit Ressourcen umzugehen. Eine fachkundige Jury hat aus den Einreichungen zwei Preisträger ausgewählt und einen Förderpreis vergeben.

1. Preis: Carina Frings, „udo – Jeder Pott hat EINEN Deckel“

An dem Beitrag von Carina Frings gefiel der Jury des Nachwuchspreises besonders gut der Deckel des modularen Coffee-to-go-Becher-Systems.

Durch seine kegelstumpfartige Gestaltung passt er auf eine Vielzahl von Bechern und vermeidet so, dass neue Coffee-to-go-Becher produziert werden müssen. Getreu dem Sprichwort „Jeder Pott hat EINEN Deckel“ haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit, ihren Lieblingsbecher mitsamt seinem Inhalt unkompliziert in einen To-go-Becher umzuwandeln. Das schlichte und ansprechende Design des Deckels ordnet sich dabei unter. Sollte sich diese Innovation durchsetzen, sind enorme Einsparpotenziale möglich: Allein in Deutschland landen immer noch jährlich 4,6 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke (Kaffee, Tee, Kakao) im Müll.

Carina Frings studiert an der ecosign/Akademie für Gestaltung in Köln im Studiengang Nachhaltiges Design. Die Idee zu dem plastikfreien To-go-System entstand im Rahmen des Semesterprojektes „Clean Ocean“ in Kooperation mit der Organisation „Clean Ocean Project“.

Hier die Preisträgerin im Video:

2. Preis: Philipp Treige, Porzellan-Teelicht „mooi“

„mooi“ ist Norddeutsch und bedeutet „schön“. Das Porzellan-Teelicht will eine ökologische und ästhetische Alternative zum herkömmlichen Teelicht sein. Denn letzteres wird in einer Aluminiumschale verkauft, wodurch in Europa jährlich ungefähr 5.600 Tonnen Aluminium über die Ladentheken wandern, von denen wiederum ein Großteil letztlich im Müll landet.

Porzellan hat viele Vorzüge: Es ist ein robuster Werkstoff, der aus natürlichen Rohstoffen (Kaolin, Feldspalt und Quarz) hergestellt wird. Durch seine Langlebigkeit leistet es einen aktiven Beitrag zur Müllvermeidung. Bei der Entsorgung gibt es zudem keine Schadstoffe an die Umwelt ab. mooi ist ein auslaufsicheres und robustes Porzellan-Teelicht, das einfach zu handhaben ist. Das schlichte und elegante Design, das dem gewohnten Teelicht in Form und Farbe gleich kommt, bietet beste Voraussetzungen, um gewöhnliche Teelichter in Haushalten zu ersetzen.

Philipp Treige studiert an der ecosign/Akademie für Gestaltung in Köln. Hier der Preisträger im Video:

Förderpreis: Jule Bols, „Lightshelf – die (ein-)leuchtende Lebensmittel-Übersicht im Kühlschrank“

In dem Beitrag „Lightshelf – die (ein-)leuchtende Lebensmittel-Übersicht im Kühlschrank“ hat die Jury ein besonders stark Verhalten transformierendes Potenzial gesehen.

„Lightshelf“ ist eine intelligente Kühlschrankplatte aus Glas, in die Drucksensoren, LED-Lämpchen und Zähler eingebaut sind. Indem länger nicht genutzte Lebensmittel von unten angestrahlt werden, „stupst“ die Innovation den bzw. die Nutzer/in an, sich mit diesen Lebensmitteln zu beschäftigen. So kann das „Lightshelf“ Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, eine höhere Lebensmittel-Wertschätzung zu entwickeln und Produkte rechtzeitig zu verbrauchen anstatt sie wegzuwerfen. Sie müssen dabei über keine besonderen Fertigkeiten verfügen, denn das „Lightshelf“ ist ihre Unterstützung: suggestiv, unaufdringlich, kostensparend.

Jule Bols studiert Industrial Design an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Hier die Preisträgerin im Video:

Ziele des Wettbewerbs

Viele Rohstoffe sind erschöpflich. Die derzeitige Nutzung von natürlichen Ressourcen übersteigt schon jetzt in vielen Bereichen die Grenzen der Erde. Für eine nachhaltige Zukunft sind daher ressourcenschonende Konsum- und Lebensstile erforderlich. Gefördert werden können diese unter anderem durch Produkte, die Verbraucherinnen und Verbrauchern keinen Verzicht abverlangen, sondern sogar einen individuellen Mehrwert versprechen – etwa Kostenersparnis, ein schönes Design oder praktische Nutzbarkeit.

Ressourcen zu schonen, sollte so leicht wie möglich sein – denn nur so werden Innovationen langfristig Eingang in den Konsumalltag finden.

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