Jede Menge Tipps für einen nachhaltigen Alltag in Bonn

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Im gut besuchten MehrWert-Online-Forum wurden Infos, Adressen, Links und Rezepte ausgetauscht.

Online-Forum Nachhaltigkeit Bonn
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Wo gibt’s einen Unverpacktladen? Wie kann man im Haushalt Müll vermeiden? Welche Aktivitäten sind auch in Corona-Zeiten gemeinsam möglich, um zum Klimaschutz beizutragen? Im Online-Forum "Nachhaltig leben" gab es diesmal Antworten und Tipps für Bonn. Gut 30 Teilnehmende tauschten sich im Live-Chat aus und teilten jede Menge nützliche Adressen, Rezepte und Links.

Privater Konsum trägt erheblich zu Klimabelastung bei

Isabel Naguib und Laura Bernsau vom MehrWert-Projekt führten zunächst ins Thema ein. Warum Nachhaltigkeit wichtig und wesentlich für den Klimaschutz ist, zeigten sie anhand einer Grafik des Umweltbundesamtes: 11,6 Tonnen CO2-Emisssionen pro Kopf und Jahr verursacht aktuell jede*r von uns für Wohnen, Mobilität, Ernährung und sonstigen Konsum. Sein dürften es eigentlich nur unter zwei Tonnen – eine scheinbar riesige Herausforderung, die jedoch mit vielen kleinen und einigen größeren Schritten gemeinsam angegangen werden kann.

Und was machst du schon?

Die MehrWert-Mitarbeiterinnen waren als Moderatorinnen auch im Videobild zu sehen, während die Kamerafunktion für die anderen im Forum ausgeschaltet blieb. Aktiv mitmachen konnten aber trotzdem alle – beispielsweise bei der Frage: "Was macht ihr schon?" Blitzschnell erschienen auf der freigeschalteten Bildschirmfolie bunte Kreuze bei verschiedenen Rubriken wie "Eigene Tüte beim Einkaufen mitnehmen", "Lebensmittel verwerten statt wegwerfen" oder "Kleidung tauschen oder secondhand kaufen". Ganz offensichtlich beherzigten die meisten Teilnehmenden bereits den Nachhaltigkeits-Grundsatz "Nutze, was du hast".

Viele Initiativen und Angebote in der Bundesstadt

Leihen, tauschen, gebraucht kaufen oder selber machen sind weitere Möglichkeiten, den eigenen Ressourcenverbrauch zu verringern. Schnell füllte sich der Chat dazu mit praktischen Anregungen und es wurden Erfahrungen ausgetauscht. Von waschbaren Kosmetikpads  bis hin zu selbst angebautem "Fensterbank-Gemüse" reichten die Ideen. Zudem wurde deutlich, dass es in Bonn viele Initiativen und Möglichkeiten gibt, die es leichter machen, den Alltag nachhaltiger zu gestalten. Bücherschränke, Mehrweg-Systeme für Getränke und To-go-Essen, Märkte für Lebensmittel aus der Region, zwei Unverpacktläden, das kostenlose Lastenrad "Bolle Bonn" – in der Bundesstadt ist das Engagement schon groß. Das zeigt auch die Mitmachkarte des MehrWert-Projekts, die 63 Initiativen und Orte vom Gemeinschaftsgarten über Giveboxen bis zum Repair-Café aufführt.

Loslegen und einfach machen – das geht auch in Corona-Zeiten

Durch den coronabedingten Teil-Lockdown können aktuell leider viele Treffen und Veranstaltungen nicht stattfinden. Einfach loslegen und beispielsweise mal eine Woche lang vegetarisches Essen ausprobieren kann trotzdem jede*r. Und bei einem Rhein-Spaziergang ein bisschen Müll aufsammeln und richtig entsorgen – das geht auch alleine, mit der Familie oder WG oder einem Mitglied aus einem befreundeten Haushalt.

Am 10. November 2020 gibt es ein weiteres Online-Forum "Nachhaltig leben … in Bonn". Hier geht’s zur Anmeldung. 

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