Workshop für Initiativen: Mitgliederbindung ist Herzensthema

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Wie werden neue Engagierte aufgenommen? Wie werden sie auf dem Laufenden gehalten? Diese und weitere Fragen diskutierten Aktive beim Workshop „Mitgliedergewinnung und -bindung“ von MehrWert21 in Kooperation mit Germanwatch e.V.
Mitgliederbindung ist Herzensthema

Für viele Initiativen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, ist es eine Herausforderung, neue Mitglieder zu gewinnen und sie längerfristig an sich zu binden. Auch während des Programms „Handwerkszeug für Zukunftshandeln“ von Germanwatch e.V., bei dem Gruppen ein Jahr lang unterstützt und gecoacht werden, um einen bleibenden Handabdruck für eine gerechte Gesellschaft zu hinterlassen, wurde klar: Aktionen können nur dann gut umgesetzt werden, wenn genügend helfende Hände vorhanden sind. In Kooperation mit Germanwatch setzte das Projekt MehrWert21 einen interaktiven Abend rund um das Thema um. Im digitalen Workshop trafen sich 15 Engagierte, darunter der Runde Tisch Nachhaltigkeit Ahaus, Parents for Future Bornheim/Swisttal/Weilerswist und die Evangelische Jugend Hamm.

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Engagement anerkennen

„Werbung, Begleitung, Anerkennung, Bindung und Abschluss“ waren Schlagwörter, die das MehrWert-Projekt den Gruppen als Leitfaden zum Mitgliedermanagement an die Hand gab. Die Aktiven konnten den Austausch mithilfe eines digitalen Tools mitgestalten. Zu jedem Thema wurden die Erfahrungen und Kenntnisse der Teilnehmenden abgefragt und geteilt. Bei der Frage: „Wie lebt ihr eine Anerkennungskultur?“ konnten bereits grundlegende Herausforderungen der Initiativen aufgedeckt werden. Astrid von Parents for Future erkannte: „Wir brauchen mehr Anerkennungskultur – wir sollten die Erfolge mehr feiern.“

Feiern ausrichten und Gruppe stärken

Im zweiten Teil des Workshops war die Kreativität der Initiativen gefragt. Sie sollten eigene Maßnahmen zum Thema entwickeln und dazu folgende Fragen beantworten: Welche Ressourcen benötigt ihr, um Mitglieder zu gewinnen? Welche Herausforderungen könnte es geben?
Parents for Future brachte die Idee eines „Motivationswichtelns“ ein. Dabei entscheidet eine Losung darüber, an welchen Engagierten eine Karte mit wertschätzenden Worten gerichtet wird. Der Runde Tisch Ahaus stellte die Vernetzung zwischen den einzelnen Untergruppen als größtes Handlungsfeld dar und kam zum Ende der Kleingruppenarbeiten zu dem Entschluss, eine große Kennenlern-Feier umzusetzen. Die Evangelische Jugend Hamm nahm sich mehr Präsenz auf Veranstaltungen vor.

Mitgliederbindung nicht aus den Augen verlieren

Als Lehre aus dem Workshop bemerkte Elfride vom Runden Tisch Ahaus: „Wir müssen viel besser gemeinsam auftreten. Wir haben ganz viele Gruppen und müssen gucken, wie diese zusammen werben können.“ So ist es besonders in Initiativen mit mehreren Teams sinnvoll, regelmäßig in den Austausch zu treten. Dabei können themenspezifische Veranstaltungen organisiert werden, aber auch lockere Treffen ohne Agenda, die zu einem guten Gruppengefühl beitragen.
Das Team von MehrWert erinnerte daran, dass man sich die Punkte „Werbung, Begleitung, Anerkennung, Bindung und Abschluss“ immer wieder ins Gedächtnis rufen sollte, um das Thema nicht aus den Augen zu verlieren.
Am Ende lobten die Initiativen besonders den großen Anteil an Austausch. Und auch Marie Heitfeld von Germanwatch stellte fest, dass Herzensthemen wie Mitgliedergewinnung immer wieder in der Netzwerkarbeit aufgegriffen werden sollten.

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