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Weniger Speiseabfälle und mehr Klimaschutz in Jugendherbergen

Stand:
  • Intensive Zusammenarbeit mit 13 Jugendherbergen aus den Landesverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe gestartet.
  • Messungen der Teller- und Ausgabereste und Ursachenanalyse liefern die Basis für bessere Planung der Küche und Veränderungen im Ausgabesystem.
  • Alle Maßnahmen werden den Gästen kommuniziert.
  • Optimierung von Speiseplänen und Rezepturen im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz.
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Logo "Die Jugendherbergen"Fast 600.000 Bürger aus NRW sind Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH). Die 66 Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen sind touristischer Dienstleister mit pädagogischer Ausrichtung und fördern gemeinschaftliche Aktivitäten von Menschen aller Altersgruppen und Nationalitäten. Im Jahr 2017 wurden mehr als 1,6 Millionen Übernachtungen in den Einrichtungen gezählt. Die Häuser sind dabei sehr unterschiedlich aufgestellt — von der kleinen Jugendherberge im eher ländlich geprägten Raum mit etwa 80 Betten bis hin zum All-inklusive-Service in Großstädten wie Köln und Düsseldorf mit rund 500 Betten und fast täglichem Tagungsbetrieb. 

Analyse von Abfalldaten zeigt Weg zu Veränderungen auf

Ökologische Verantwortung, Innovation und die Förderung sozialer Werte sind dem Jugendherbergswerk wichtig. Das Thema „abfallarme und klimafreundliche Verpflegung“ lässt sich zudem gut in die vorhandenen umwelt- oder erlebnispädagogischen Ansätze einbetten. Insgesamt 13 Jugendherbergen aus den DJH-Landesverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe haben eine intensive Zusammenarbeit mit dem Projekt MehrWertKonsum gestartet mit dem Ziel, ihre Verpflegungsangebote in Richtung einer klimafreundlichen und damit nachhaltigen Ernährung weiterzuentwickeln. 

Im ersten Schritt werden Lebensmittelabfälle auf den Tellern und in der Speiseausgabe gemessen. Die Analyse von Abfalldaten lässt erkennen, an welchen Stellen gezielte Maßnahmen die Abfallbilanz verbessern können. Sind die angebotenen Portionen angemessen für verschiedene Altersgruppen? Stimmen die Mengen am Büffet? Im Anschluss werden Maßnahmen in der Planung und Kalkulation, der Küche, Essensausgabe und bei den Gästen umgesetzt. Begleitet wird dies durch Information der Gäste. Vergleichsmessungen nach etwa zwei bis drei Monaten zeigen, ob die umgesetzten Veränderungen wirksam sind.

Erkenntnisse werden allen Jugendherbergen in NRW zugänglich gemacht

Im zweiten Schritt werden die Speisepläne der Jugendherbergen auf eine gesunde und klimafreundliche Ausrichtung gecheckt, Rezepturen optimiert und weniger gut laufende Speisen gegen attraktive, klimagesunde Gerichte ausgetauscht. Das können beispielsweise mehr  vegetarische Gerichte mit saisonalen Lebensmitteln aus der  Region sein. Die Veränderungen der Speisepläne werden hinsichtlich ihrer Klima- und Umweltbilanz bilanziert. Fortbildungen, Workshops und Seminare für die Haus- und Küchenleitungen begleiten diesen Prozess.

Durch Erfahrungsaustausche werden Erfahrungen, Maßnahmen und Wissen allen Jugendherbergen in NRW zugänglich gemacht. Wie schon kleine Veränderungen zu einer erheblichen Verminderung von Speiseabfällen führen, zeigt das Beispiel der Jugendherberge Köln-Riehl.  

Die teilnehmenden Jugendherbergen

DJH-Landesverband Westfalen Lippe: Jugendherbergen Hagen, Tecklenburg, Rheine, Sorpesee, Haltern am See, Rüthen, Winterberg
DJH-Landesverband Rheinland: Jugendherbergen Köln-Riehl, Bonn, Aachen, Bad Münstereifel, Waldbröl, Lindlar 

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