Studie Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung in NRW

Stand:

Eine nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung trägt zur Gesundheitsförderung, zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Ernährungsbildung bei. Sie stärkt die Nachfrage nach ökologischen und regionalen Lebensmitteln und unterstützt eine nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. Sie erleichtert den Zugang zu nachhaltiger Ernährung und kann Leitbild für die öffentliche Beschaffung sein.

Mit Essen befülltes Tablett in einer Mensa, das getragen wird
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Die Verbraucherzentrale NRW hat eine Studie beauftragt, die mögliche Wege und Maßnahmen für eine nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung in NRW aufzeigt. Die zentralen Empfehlungen im Überblick:

Ernährungsstrategie im Dialog gemeinsam erarbeiten

Um eine nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung nicht losgelöst von anderen Bereichen des Lebensmittelmarktes und der Ernährung- und Gesundheitspolitik auf den Weg zu bringen, ist diese zielgerecht in eine Ernährungsstrategie für NRW einzubetten. Die Landesregierung sollte hierfür einen Dialog mit Stakeholdern einleiten, um Visionen, Ziele und Maßnahmen für eine nachhaltigere Ernährung zu entwickeln sowie Anforderungen im Handlungsfeld Gemeinschaftsverpflegung zu diskutieren und festzulegen. Hierbei sollten, u.a. die folgenden Aspekte berücksichtigt werden:

  • Bio-Anteil schrittweise erhöhen
  • Lebensmittelabfälle reduzieren
  • Weniger, aber besseres Fleisch einsetzen
  • Saisonale und unverarbeitete Lebensmittel bevorzugen
  • Bioregionale Wertschöpfungsketten für die Gemeinschaftsverpflegung aufbauen
  • Attraktivität des Speisenangebots und Gästekommunikation verbessern

 

Gemeinschaftsverpflegung vor Ort unterstützen

Ein Konzept für eine nachhaltigere Gemeinschaftsverpflegung sollte die Vielfalt unterschiedlicher Rahmenbedingungen von Land, Kommunen und Kreisen berücksichtigen. Zielführend sind insbesondere Unterstützungsangebote mit denen die Landesregierung Akteure in den Regionen befähigt, die Gemeinschaftsverpflegung vor Ort weiterzuentwickeln. Drei mögliche Maßnahmen und weitere Ideen werden im Forum I der Fachtagung diskutiert:

  • Regionale Kompetenzstellen für nachhaltige Beschaffung und Wertschöpfung informieren und beraten Akteure vor Ort zu Vergabeprozessen, organisieren Bieter-Dialoge und coachen und unterstützen beim Aufbau regionaler Wertschöpfung (-sketten).
  • Ein Landesprogramm Bio-StädteNRW unterstützt Kommunen, die sich konkrete Ziele für eine nachhaltige Ernährung setzen. Gemeinden können Mittel für eine Koordinationsstelle sowie für Vernetzung und Beratung beantragen, um Biostadt zu werden.
  • Kantinen-Beratungsangebote für nachhaltige Verpflegung mit regionalen Beratungsteams begleiten Küchen, Kantinen und Caterer beim Umstellungprozess und nehmen die Wünsche der Gäste und die Kommunikation mit den Zielgruppen in den Blick.

 

Grafik Ernährungsstrategie NRW

 

Studie herunterladen (PDF, 56 Seiten)
Executive Summary herunterladen (PDF, 13 Seiten)

 

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