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Wie finden Initiativen Gleichgesinnte und Mitstreiter?

Tipps und Ideen für die Mitgliedergewinnung. Wer in einer Initiative engagiert ist oder eine gründen will, kennt die Situation wahrscheinlich gut: An allen Ecken und Enden fällt Arbeit an, oft bleibt ein Teil davon liegen, weil alle Aktiven bereits ausgelastet sind.

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Engagierte werden gesucht, die das Projekt unterstützen, die Idee weiterentwickeln oder einfach das täglich Anfallende erledigen. Die Frage, wie neue Mitglieder gewonnen und langfristig eingebunden werden können, begleitet viele Initiativen daher dauerhaft.

Checkliste

  • Erzählen Sie von der Initiative oder Idee im Freundes- und Bekanntenkreis.
  • Machen Sie einen Aushang am Schwarzen Brett, zum Beispiel im Nachbarschaftszentrum, im Kindergarten, im Supermarkt um die Ecke.
  • Facebookseiten oder -gruppen sowie Online-Nachbarschafts-Plattformen können ebenfalls eine gute erste Anlaufstelle sein, um ein Anliegen zu verbreiten. Aber auch auf der eigenen Homepage können neue Mitglieder angesprochen werden.
  • Die Freiwilligenagentur vor Ort hilft bei der Vermittlung von engagierten Menschen, die sich in ein Projekt einbringen wollen. Informieren Sie sich hier, ob es in Ihrer Stadt eine Freiwilligenagentur gibt (→ Website der lagfa NRW e.V.) Nehmen Sie Kontakt auf und tauschen Sie sich mit den Ansprechpartner/-innen der Freiwilligenagentur über ihr Anliegen aus.
  • Präsentieren Sie die Initiative auf einer Veranstaltung. Ein Stand auf einem Stadtfest oder auf dem Wochenmarkt kann neue Menschen auf die Initiative aufmerksam machen. Oder laden Sie selbst ein: Bei einem Tag der offenen Tür, Gartenfest, Grillabend, Reparatur-Workshop oder Kochevent ist Gelegenheit, die Initiative vorzustellen und sich kennenzulernen.  
  • Durch Pressearbeit kann der Mitgliederbedarf der Initiative in die breite Öffentlichkeit kommuniziert werden. Hier gibt es Tipps und Tricks für erfolgreiche Pressearbeit . 

Neue Zielgruppen ansprechen

Es ist hilfreich, über den Tellerrand zu schauen und sich an Zielgruppen zu wenden, die auf den ersten Blick nicht in die Initiative zu „passen“ scheinen.

Neben dem Wie stellt sich auch die Frage, wer überhaupt angesprochen werden soll. Die bisherige Mitgliedersuche beschränkt sich vielleicht auf einen bestimmten Personenkreis, zu dem bereits Kontakt besteht oder der für die Themen zugänglich ist. Das können aber oft Menschen sein, die bereits engagiert sind und in anderen Projekten oder Initiativen mitarbeiten.

Dabei ist wichtig, dass für Außenstehende deutlich wird:

  • Was macht die Initiative?
  • Welche Ziele oder Werte stehen hinter der Idee?
  • Welche konkreten Aufgaben fallen an und können übernommen werden?
  • Welche Kompetenzen oder Fähigkeiten können besonders gut eingebracht werden?


Denn: Manche Menschen finden sich in konkreten Aufgabenbeschreibungen besser wieder als in einem vagen „Alles ist möglich“.

Interessierte gut aufnehmen

Eine Person hat Interesse bekundet und will die Initiative bei einem Besuch kennen lernen – was jetzt?

  • Ein guter Start kann sehr wichtig sein. Neue sollten nicht sich selbst überlassen werden, sondern sich aufgenommen fühlen. Gemeinsam können Aufgaben oder Ansatzpunkt gefunden werden, um eine Verbundenheit mit der Initiative zu erzeugen.
  • Interessen können sehr unterschiedlich ausfallen. Aufgaben, die für eine Person sehr spannend sind, begeistern andere kaum - und umgekehrt. Durch Gespräche und Ausprobieren kann der „richtige“ Aufgabenbereich gefunden werden. Auch der unterschiedliche Einsatz von Zeit und Kompetenzen sollte berücksichtigt und akzeptiert werden. Nicht jede/-r kann und will sich im gleichen Umfang einbringen. Vorwürfe helfen dabei nicht weiter. →

Ideensammlung und Ansätze

In den Regionalen MitWirkstätten 2017 haben Initiativen Ideen zur Mitgliedergewinnung (PDF, 249 KB) entwickelt.

In Ihrer Gruppe neue Ideen und Ansätze zur Mitgliedergewinnung entwickeln und umsetzen: Die Kreativitätsmethode Design Thinking ermöglicht neue Zugänge und kreative Ideenfindung zu einer Problem- oder Fragestellung.

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