Menü

So entwickelt ihr mit Design Thinking Ideen

Ihr habt ein konkretes Vorhaben, aber kommt irgendwie nicht weiter, was die Umsetzung betrifft? Euch fehlt die zündende Idee, um eurer Projekt zu starten? Design Thinking kann euch helfen – wesentliches Element der Methode ist, ein komplexes Problem neu zu beleuchten und so einen neuen Ansatzpunkt zu bieten.

On

Was ist Design Thinking?

Design Thinking ist eine Methode, mit der ihr eine neue Perspektive auf ein komplexes Problem  erhaltet. Im Zentrum steht dabei eine Fragestellung, die das Problem möglichst konkret beschreibt. In der Regel wird Design Thinking von Unternehmen im Innovationsprozess eingesetzt, um beispielsweise neue Produkte zu entwickeln. Die Methode funktioniert aber auch für euch hervorragend, um Ideen oder frische Herangehensweisen an Aufgaben zu entwickeln und neue Wege zu finden.

Die fünf Phasen des Design Thinking

Anhand eines konkreten Beispiels erläutern wir euch die fünf Phasen. Es geht um die Fragestellung: Wie finden wir neue Mitstreiter/-innen für unsere Initiative?

  1. Eintauchen und Verstehen
    Ziel ist es, in der Gruppe die zentrale Problem- oder Fragestellung festzuhalten. Die Fragestellung könnt ihr dahingehend diskutieren, ob sie für alle den Kern der Problematik trifft oder eine andere Ausrichtung gewählt werden muss.
  2. Fokussieren
    Um ein klares Bild dafür zu bekommen, wen ihr sucht, nehmt ihr im nächsten Schritt den Status quo eurer Initiative in den Blick. Welche Aufgaben fallen an? Welche Erfahrung habt ihr schon bei der Mitgliedergewinnung gemacht? Welchen Herausforderungen steht ihr gegenüber? Notiert euch dazu die wichtigsten Punkte.
  3. Ideen kreieren
    Neue Ideen entstehen vor allem durch einen Perspektivwechsel. Dieser kann relativ einfach erfolgen, indem eine fiktive Person („Persona“) entsteht. Je intensiver die Auseinandersetzung mit dieser Persona ist, desto leichter ist es, sich in ihre Denk- und Handlungsweise hineinzuversetzen und sie somit später auch mit eurem Anliegen zu erreichen. Sammelt Ideen, wie ihr diese fiktive(n) Person(en) für eure Initiative gewinnen könnt.

    Hilfreiche Fragestellungen, um die Persona zu charakterisieren und besser kennenzulernen:
    •    Wie sieht ihr Alltag aus?
    •    Was macht sie in ihrer Freizeit?
    •    Was beschäftigt sie (Meinungen, Gedanken, Sorgen, Wünsche …)?
    •    Warum würde sie sich ehrenamtlich engagieren?
    •    Was hemmt sie, sich zu engagieren?

    Hilfereiche Fragestellungen, um Ideen zur Ansprache der Persona zu entwickeln:
    •    Auf welchem Weg erreichen wir sie?
    •    Wie sprechen wir sie an?
    •    Mit welchen Argumenten können wir sie motivieren, sich in unserer Initiative zu      engagieren?
    •    Sprechen wir bestimmte Fähigkeiten oder Erfahrungen dieser Person an?
    •    Wie binden wir sie in unsere Initiative ein?

  4. Maßnahmen/Prototypen konstruieren
    Im folgenden Schritt sucht ihr eine oder mehrere Ideen aus, die euch am besten gefallen haben und an denen ihr weiterarbeiten möchtet. Daraus entwickelt ihr eine konkrete Maßnahme (im Fall von Produkten sind dies Prototypen), die ihr später umsetzt. Für die Umsetzung solltet ihr einige Fragen klären und die folgenden Schritte festhalten: Wer übernimmt welche Aufgabe und bis wann? Konkrete Abmachungen helfen euch, die Maßnahme auch wirklich umzusetzen.
  5. Testen
    Als nächstes steckt ihr mitten in der Umsetzung und probiert die von euch selbst entwickelte Maßnahme in eurer Initiative aus. Was funktioniert gut? Was funktioniert schlecht? Wo könnt ihr die Maßnahme noch anpassen oder weiterentwickeln? Es ist wichtig, dass ihr darüber in der Gruppe im Gespräch bleibt.

Hilfreich: Ein Plan, der euer Vorhaben beschreibt, die Zuständigen festlegt und die nächsten Schritte definiert.

Gefördert durch

Logo EULogo Efre