Kölner Studierendenwerk aktiv gegen Lebensmittelabfälle

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Eine Woche lang wurde in der Mensa der Deutschen Sporthochschule Köln „in die Tonne“ geblickt: Was bleibt nach der Essensausgabe übrig und wie viele Tellerreste fallen an? Das Projekt MehrWert21 der Verbraucherzentrale NRW unterstützt dabei, diese Fragen zu beantworten.
Jemand im Laborkittel führt Messungen durch
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Gut 6000 Studierende und mehr als 1000 Mitarbeitende zählt die Deutsche Sporthochschule Köln. Damit Körper und Kopf fit bleiben, bietet die Mensa am Sportpark Müngersdorf täglich vier bis fünf verschiedene Gerichte, darunter immer eine vegetarische Option. Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle: Das Kölner Studierendenwerk als Betreiber setzt auf einen Mix aus biologischen, fairen, artgerechten und regionalen Lebensmitteln und einer bewussten Liefer- und Herstellungskette.

Aber wie viel des wertvollen Essens landet im Müll? Das wollten die Mensaverantwortlichen und einige Studierende ganz genau wissen. Nach einer Einführung durch das MehrWert-Projekt der Verbraucherzentrale NRW wurden deshalb einen Tag lang die Ausgabe- und Tellerreste beim Mittagessen akribisch erfasst und gewogen. Dafür hatte der Allgemeine Studierendenausschuss (ASta) viele Helfer:innen organisiert, die die Mensa unterstützten. Die erhobenen Abfallmengen wurden dann ins Verhältnis zu den produzierten Speisen gesetzt.
Insgesamt lag die Abfallquote der Mensa an dem Tag nur bei fünf Prozent. Dass so wenig übrig bleibt, liegt nicht nur am guten Appetit der Sportler:innen und an der Qualität des Essens. Von Vorteil ist auch, dass die Mensa nach der Mittagsausgabe übrig gebliebene Speisen weiterhin im Bistro anbieten kann und dass dort nur nach Bedarf nachproduziert wird, um Überschüsse von vorneherein zu vermeiden. 

Darüber hinaus wurden die Tellerreste eine gesamte Verpflegungswoche erfasst. An fünf Messtagen landeten 114 Kilogramm Tellerreste in der Abfalltonne. Klingt viel, bedeutet bei rund 7000 Gästen allerdings durchschnittlich nur 17 Gramm Reste pro Person. „Ich bin erstaunt, dass so viele Teller komplett leer sind“, so einer der Helfer in der Spülküche. 
Weitere Messungen sind geplant, um das Ergebnis zu bekräftigen. "Wir freuen uns, dass die Erhebung trotz so vieler Gäste reibungslos geklappt hat und sind gespannt auf weitere Erkenntnisse" sagt Mareike Wiggers, Abteilungsleitung Hochschulgastronomie des Kölner Studierendenwerks. 

Hintergrund:

Die Verbraucherzentrale NRW kooperiert mit dem Kölner Studierendenwerk im Projekt NEIS - Nachhaltige Ernährung im Studierendenalltag. Im Fokus steht dabei der Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und Nachhaltigkeit. Ziel ist es, Studierende bei einem Wandel zu einem nachhaltigem Ernährungs- und Einkaufsverhalten zu unterstützen. Dazu werden Impulse in Studium und Freizeit entwickelt. Zugleich sollen Angebotsstrukturen für nachhaltigen Konsum im Umfeld der Hochschule gefördert werden. In diesen Kontext passt auch eine abfallarme Verpflegung in der Mensa. Mit dem MehrWert 21 unterstützt die Verbraucherzentrale NRW eine klimafreundliche Gemeinschaftsverpflegung und die Wertschätzung von Lebensmitteln.

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