Düsseldorfer OGS Fleher Schule: 41 Prozent weniger Essensabfälle

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Begleitet durch das MehrWert-Projekt hat das Mensateam Produktions- und Liefermengen so angepasst, dass jetzt deutlich weniger Lebensmittelreste anfallen. Auch die Kinder werden einbezogen, um Speiseabfälle zu vermeiden.
Fleher Schule Düsseldorf
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Etwa ein Viertel des Schulessens landet im Müll. Das haben verschiedene Studien und auch die Abfallmessungen des MehrWert-Projekts der Verbraucherzentrale NRW ergeben. An der Städtischen Katholischen Grundschule Fleher Straße in Düsseldorf war die Situation ähnlich. Doch die Leitung der Offenen Ganztagsschule, die Mitarbeitenden in der Mensa und der Caterer, der das Essen für gut 200 Kinder liefert, wollten sich damit nicht zufrieden geben. Gemeinsam mit dem MehrWert-Team wurden Abfallmengen genau unter die Lupe genommen, Ursachen ermittelt und Maßnahmen zur Verringerung von Essensresten umgesetzt. Mit Erfolg: Die Abfallquote konnte um 41 Prozent gesenkt werden.

Vor allem die Ausgabereste wurden erfolgreich reduziert

Im offenen Ganztag der Fleher Schule essen die Kinder in vier Schichten. Zur Auswahl haben sie neben der Menülinie mit Fleisch jeweils vegetarische Alternativen. Und freitags ist „Wunschtag“ – es wird aufgetischt, was die Grundschüler:innen sich gewünscht haben.

Caterer Formbar Events liefert die Speisen im Cook and Chill-System. Für das Erhitzen und die Ausgabe des Essens sind in der Schulmensa vier Küchenkräfte zuständig.

Eine erste Abfallmessung im November/Dezember 2021 legte offen: 27 Prozent der angelieferten Speisen werden nicht gegessen. Die Analyse zeigte, dass vor allem in der Essensausgabe nach den Mahlzeiten zu viel übrig blieb. In der Folge wurden die Produktions- beziehungsweise Liefermengen bedarfsgerecht angepasst. So konnte bei einer Kontrollmessung eine erfreuliche Reduzierung der Ausgabereste um 68 Prozent verzeichnet werden.

Grundschüler:innen sollen für Wert von Lebensmitteln sensibilisiert werden

Bei den Tellerresten, die etwa zehn Prozent der Gesamtabfallmenge ausmachen, gab es keine Veränderungen zwischen der Erst- und Zweitmessung. Das heißt, was die Kinder auf ihren Tellern zurückließen, blieb in etwa gleich. Hier will Markus Lendle, Leiter der OGS, weiter ansetzen, indem die Schüler:innen regemäßig gefragt werden, ob und was ihnen eventuell nicht geschmeckt hat oder ob die Portion zu groß war. „Uns ist es sehr wichtig, dass die Kinder ein Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln bekommen“, so Lendle.

Das gesamte Team freut sich über die erzielten Erfolge und will auch weiterhin die Ausgabe- und Tellerreste sowie die Anzahl der geplanten und tatsächlichen Essensgäste im Blick behalten, um die positive Entwicklung beizubehalten. Zudem werden nach den Sommerferien 2022 biologisch erzeugtes Obst und Gemüse für den Nachmittagssnack in das Verpflegungskonzept einbezogen.

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