Visionen für ein nachhaltiges Ruhrgebiet

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Gute Beispiele und neue Ideen für lebenswerte und zukunftsfähige Städte wurden beim vierten Regionalgespräch des MehrWert-Projekts diskutiert. Online waren wieder engagierte Initiativen- und Kommunenvertreter:innen dabei.

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Im Austausch bleiben, Netzwerke stärken, die Motivation erhalten – nach einem Jahr vieler Einschränkungen und abgesagter Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie ist das besonders wichtig. Mit dem vierten Regionalgespräch "Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten" öffnete das MehrWert-Projekt wieder einen Raum, um gute Beispiele und neuen Ideen zu teilen. Vertreter:innen von Kommunen und Initiativen aus dem Ruhrgebiet waren online dabei, außerdem Mitarbeiterinnen aus acht Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW, die sich vor Ort ebenfalls für Klimaschutz und Nachhaltigkeit stark machen.

Input zum "Klimafasten" in Lünen

Jasmin Sowik, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt Lünen, blickte in ihrem Input auf die diesjährige Aktion "Klimafasten"  zurück. In der Fastenzeit vor Ostern rückte die Stadt mit der Lüner Initiative gegen globale Armut (LIGA), der Stadtkirche St.-Georg, den Stadtwerken Lünen sowie weiteren engagierten Bürger:innen Möglichkeiten in den Blick, wie jede:r klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) vermeiden und nachhaltige Alternativen für den Alltag finden kann. Ob Stromverbrauch, Mobilität oder Umgang mit Lebensmitteln:  Aktionen und Veranstaltungen zeigten auf, dass die Veränderung von Gewohnheiten nicht Verzicht, sondern Gewinn bedeuten kann – individuell ebenso wie für die Gemeinschaft und das Klima.

Austausch in Kleingruppen

Wie die Zusammenarbeit andernorts konkret funktioniert, welche Kommunikationswege genutzt und welche Projekte geplant sind, wurde in Kleingruppen besprochen. Immer wieder ein Thema: Bürgerschaftliche Initiativen wünschen sich Orte, an denen sie ihre Ideen umsetzen, ihr Engagement zusammenführen und sich gegenseitig unterstützen können. In Dortmund wird beispielsweise über den Aufbau eines "Welthauses" (Arbeitstitel) beraten. Es soll dazu beitragen, die Transformation Dortmunds "hin zu einer fairen, grünen Metropole" weiterzuentwickeln. In Bochum ranken sich Ideen um einen alten Zechenraum, der Repair-Halle und Begegnungszentrum sein könnte.
Vielerorts gibt es zudem leerstehende Ladenlokale oder ganze Kaufhäuser, die ungenutzt sind. Hier könnte die städtische Wirtschaftsförderung oder ein kommunales Stadtteilmanagement Initiativen weiterhelfen und beispielsweise Kontakt zu Inhaber:innen herstellen.

"Nachhaltigkeit muss Spaß machen"

Einig waren sich die Teilnehmenden, dass die Kommunikation zum Thema Nachhaltigkeit mitreißend sein sollte. "Nachhaltigkeit muss Spaß machen", brachte es jemand auf den Punkt. In den gemeinsam entwickelten Visionen unter dem Motto "Meine nachhaltige Stadt" wurde deutlich, was das bedeuten kann: Mehr Grün, mehr Lebensqualität, mehr Draußensein, mehr Gemeinschaft, mehr Inspiration, mehr Möglichkeiten, sich auszuprobieren und Neues zu entdecken.

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