Tipps für eine abfallarme Verpflegung in Jugendherbergen

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  1. Regelmäßig Speiseabfälle messen (www.küchenmonitor.de) und die Anzahl der geplanten und tatsächlichen Verpflegungsteilnehmer im Blick behalten. So lassen sich die Ursachen für Überproduktionen aufdecken und Gegenmaßnahmen ableiten. 
  2. Speisepläne auf zielgruppengerechte Menüs überprüfen, Renner- und Penner-Listen nutzen und Speiseangebote clever kombinieren. Die Erfahrung zeigt,   welche Gerichte bei den unterschiedlichen Gästen (z. B. Kinder, Jugendliche, Familien, Tagungsgäste, Sportler) beliebt sind.
  3. Die Kommunikation mit den Gästen fördern, um Wünsche und Vorlieben berücksichtigen zu können. Durch eine direkte Ansprache sollte zudem das Wissen über einen achtsamen Umgang mit Lebensmitteln vermittelt werden und vor Ort von allen Akteuren gelebt werden. 
  4. Das Ausgabepersonal für den Umgang und die Ansprache mit den Gästen schulen. Zudem benötigt es ausreichend an Zeit, so dass bei der Essenswahl genügend Raum für Nachfragen, Nachschlag und ein entspanntes Essen bleibt.
  5. Einen regelmäßigen Austausch zwischen Küchenleitung und Spülküche über Speiseabfälle einrichten. Die Tellerrückläufe und die übrig geblieben Speisen in der Essensausgabe als Informationsquelle nutzen. Bei hohen Tellerresten am besten die Gäste nach den Gründen fragen.
  6. Einrichtungsspezifische Hygienevorschriften können Lebensmittelabfälle verursachen, wenn sie die Verwertung von einwandfreier Überproduktion oder Fertigprodukten, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben, verhindern. Solche Vorgaben sollten hinterfragt und möglicherweise angepasst werden.
  7. Ausstattung und Attraktivität der Essensräume sind wichtig für die Wohlfühlatmosphäre.
  8. Anreize schaffen, um alle Verpflegungsbeteiligte einzubeziehen und zu motivieren, sich als „Lebensmittelretter“ und im betrieblichen Vorschlagswesen einzubringen. Es sollte ein realistisches Vermeidungsziel für Speiseabfälle gesetzt und dieses im Leitbild verankert werden.
  9. Die Einsparungen aus der Abfallvermeidung in ein attraktiveres und nachhaltigeres Speisenangebot investieren. 

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