Regionalgespräch: Kontakte knüpfen am virtuellen Kaffeetisch

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18 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Nachhaltigkeits-Initiativen und Freiwilligenagenturen aus dem Münsterland/Ostwestfalen-Lippe konnten sich beim MehrWert-Austausch online vernetzen.

Zwei Gläser, beschriftet mit Kommunen und Initiativen
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"Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten" – so lautete das Motto des zweiten Regionalgesprächs im Jahr 2020. Schwerpunktregion war diesmal das Münsterland, ergänzt durch Ostwestfalen-Lippe. 18 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Initiativen sowie Freiwilligenagenturen und weiteren Organisationen folgten der Einladung des MehrWert-Projekts zur virtuellen Zusammenkunft.

Gute Kooperation ist für Initiativen und Kommunen wichtig

Ziel des Regionalgesprächs ist es, Vernetzung zu fördern und Kommunen und Nachhaltigkeits-Initiativen in den Dialog zu bringen. Neue Kontakte sollen geknüpft und bestehende Kooperationen gefestigt werden. Denn eine gute Zusammenarbeit mit der kommunalen Verwaltung ist für die Engagierten wichtig – und auch die Städte und Gemeinden können vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger vor Ort profitieren und ihre Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele voranbringen.

Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch 

In einer Vorstellungsrunde hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst Gelegenheit, sich und ihre jeweiligen Arbeits- beziehungsweise Engagementbereiche vorzustellen. Anschließend ging es in vier virtuelle Räume an den virtuellen "Kaffeetisch": So wie man sich bei einer Veranstaltung in der Pause locker und zufällig mit zuvor Unbekannten zusammenstellt, gab es auch in der Online-Zusammenkunft Gelegenheit zum näheren Kennenlernen und Austausch.

Input zum LAG21-Projekt "Gemeinsam für Nachhaltigkeit"

In ihrem Input gab dann Ines Kammeier, Wissenschaftliche Projektmanagerin der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21), einen Überblick über das Projekt "Gemeinsam für Nachhaltigkeit". Auf der "Nachhaltigkeitstour" durch Nordrhein-Westfalen wurden dabei in 16 Regionen Veranstaltungen zur Information und Vernetzung zivilgesellschaftlicher und kommunaler Akteure zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt. Kammeier hob hervor, dass 65 Prozent der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) die lokale Ebene betreffen – die Kommunen sind daher wichtige Wegbereiter für den Wandel.

Inspirierende Praxisbeispiele aus Minden und Münster

Wie das ganz konkret in der Praxis aussehen kann, schilderten Ivona Calic von der Stadt Minden und Katharina Walckhoff, die in Minden unter anderem im Netzwerk 17plus aktiv ist. Außerdem war Caroline König von der Koordinierungsstelle für Klima und Energie (Klenko) der Stadt Münster dabei. Münster hat erfolgreich mit ausgewählten Haushalten und Anbietern ein „Reallabor für klimafreundliche Entscheidungen“ durchgeführt und will mit den gewonnenen Erkenntnissen nun 30.000 Münsteraner Bürgerinnen und Bürger zu klimafreundlichem Verhalten qualifizieren. In Minden steht "17plus", entstanden 2017 als Webplattform für die erste Mindener Nachhaltigkeitswoche (MiNaWo), inzwischen für ein großes Netzwerk an Akteurinnen und Akteuren, die mit den "Wandeltagen" und weiteren kreativen Aktionen und Orten das Thema Nachhaltigkeit in der Region voranbringen.

Gemeinsame Mindmap mit neuen Ideen und Absätzen

Welche guten Praktiken lassen sich aus diesen Beispielen ableiten? Welche Herausforderungen stellen sich bei der gemeinsamen Gestaltung neuer und nachhaltigerer Strukturen – und was kann ganz leicht und sofort angegangen werden? Ideen und Vorschläge dazu sammelten die Teilnehmende in einer Mindmap, die allen zur Verfügung gestellt wird. Ein Fazit: Nicht jede und jeder muss das Rad neu erfinden. "Skill-Sharing", also das Teilen von Wissen und Informationen, macht den Weg leichter. Und genau dazu dient ja auch das Regionalgespräch.

Save the date
Das nächste Regionalgespräch findet am Dienstag, 17. November, ebenfalls online statt. Schwerpunkt ist dann die Region Köln, Bonn, Aachen. Interesse? Dann senden Sie eine E-Mail an initiativen@verbraucherzentrale.nrw.

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