Netzwerk gegen Lebensmittelverschwendung

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Im Rahmen der MehrWert-Aktion „GlücksTaten“ tauschen sich in Langenfeld Aktive der Tafeln im Kreis Mettmann, Lebensmittelladen „Tüte“ sowie Foodsharing und Enjoy the Food aus.

Aktive Lebensmittelretter aus dem Kreis Mettmann trafen sich in der  Verbraucherberatungsstelle Langenfeld.
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Dass einwandfrei essbare Lebensmittel im Müll landen, ist für sie alle nicht akzeptabel. Helferinnen und Helfer der Tafeln Monheim, Erkrath, Velbert, Mettmann sowie Aktive von Foodsharing Haan, Foodsharing Langenfeld, Enjoy the Food Düsseldorf und „Tüte“ Langenfeld setzen sich ehrenamtlich dafür ein, dass weniger verschwendet wird. In der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Langenfeld tauschten sich die Engagierten jetzt über ihre Arbeit aus. Astrid Mühlenbrock und Constanze Niepenberg vom Team der Beratungsstelle hatten im Rahmen der MehrWert-Aktion „GlücksTaten“ zur ersten Netzwerkveranstaltung „Lebensmittelrettung im Kreis Mettmann“ eingeladen. „Den im Kreis aktiven Gruppen und Vereinen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich kennenzulernen, Synergien zu nutzen und Erfahrungen zu teilen“, so Astrid Mühlenbrock.

Gegenseitige Einblicke in die praktische Arbeit

Ein Angebot, das gerne angenommen wurde. In einer Vorstellungsrunde berichteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihrer Arbeit. So versorgen die Tafeln hunderte von wirtschaftlich benachteiligten Menschen im Kreis Mettmann mit vom Handel aussortierten und gespendeten Lebensmitteln. In Langenfeld betreibt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) zudem den sozialen Lebensmittelladen „Tüte“, in dem Familien und Einzelpersonen mit wenig Geld gegen eine geringe Schutzgebühr Essen und Hygieneartikel kaufen können.

Keine Konkurrenz

Bei den Initiativen Foodsharing und Enjoy the Food steht die Bedürftigkeit der Lebensmittelempfängerinnen und -empfänger hingegen nicht im Vordergrund. Jeder darf sich kostenlos aus den „Fairteilern“ bedienen, in denen die Foodsaver gerettetes Brot, Gemüse oder andere Waren deponieren. Eine Konkurrenz entstehe dabei nicht, hieß es. Vielmehr können über das privat organisierte Foodsharing oft noch Lebensmittel verwendet werden, die die Tafeln nach ihren Ausgabeterminen übrig haben. Und die öffentlichen Verteilstationen werden auch von Menschen aufgesucht, die Mangel leiden, aber nicht zu einer Tafel gehen möchten.

Weiteres Treffen vereinbart

Viel zu schnell waren die vereinbarten zwei Stunden für das Netzwerktreffen vorbei. Doch es soll auch erst ein Anfang sein. E-Mail-Adressen wurden ausgetauscht und bereits eine weitere Zusammenkunft für März 2020 vereinbart. Dann wollen sich die Beteiligten noch genauer kennenlernen und besprechen, wie man sich gegenseitig unterstützen und zusammenarbeiten kann. Nach Möglichkeit soll auch ein Experte oder eine Expertin aus dem Bereich der amtlichen Lebensmittelhygiene eingeladen werden.

Die Tafeln: Die erste Tafel wurde 1993 in Berlin gegründet. Inzwischen sind im Dachverband bundesweit rund 950 Tafeln mit mehr als 2000 Ausgabestellen zusammengeschlossen. „Lebensmittel retten. Menschen helfen.“ lautet ihr gemeinsames Motto. Mehr: www.tafel.de

Foodsharing: Die Plattform foodsharing.de startete 2012. Sie ermöglicht das private Retten und Teilen von Lebensmitteln. Außerdem organisieren sich mehr als 40.000 ehrenamtliche Foodsaver über die Plattform. Ortsgruppen sind zu finden auf unserer Mitmachkarte.

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