​​​​​​​MehrWert auf der IGW: Kreativ für Klimaschutz

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Tausende Gäste der Internationalen Grünen Woche (IGW) gestalten am MehrWert-Stand ihre individuellen Stoffbeutel zum Einkauf von Obst und Gemüse. Plastik zu vermeiden und beim Essen auf Klimaschutz zu achten, ist für viele Messebesucher ein wichtiges Thema.

Mehrere Personen bestempeln Baumwolltaschen an einem Messestand
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„Das ist ja eine tolle Idee“, sagt Messebesucherin Claudia und wählt einen Stempel aus, um damit den Baumwollbeutel zu bedrucken. Das Stempelmotiv ist eine Erdkugel, die schützend von zwei Händen  gehalten wird. Die Botschaft dazu lautet: „Gemeinsam nachhaltig“. Dies will die junge Frau gerne beim Einkauf weitertragen. Sie wähle möglichst unverpackte Ware, sagt sie. Mit dem Beutel aus Biobaumwolle möchte sie künftig auch noch die dünnen Plastiktüten („Hemdchenbeutel“) ersetzen, die es an den Obst- und Gemüsetheken der Supermärkte gibt.

Auch Umweltministerin Ursula Heinen-Esser stempelt mit

„Mach mit - mach’s klimafreundlich“, unter diesem Motto informiert das MehrWert-Projekt der Verbraucherzentrale NRW auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) 2020 zehn Tage lang über Möglichkeiten, beim Essen und Einkaufen Ressourcen zu schonen und zum Klimaschutz beizutragen. Die Aktion im Rahmen des NRW-Länderbeitrags stößt auch bei der nordrhein-westfälischen Umweltministerin Ursula Heinen-Esser auf Begeisterung. Bei ihrem Rundgang folgt sie gerne der Einladung, selbst einen Beutel zu bestempeln.

Gegen Müll und Lebensmittelverschwendung

Neben der Vermeidung von Plastikmüll steht die Wertschätzung von Lebensmitteln im Mittelpunkt der MehrWert-Aktivitäten auf der weltgrößten Ernährungsmesse. Das Rätsel „Wo es uns gefällt“ regt dazu an, sich mit der richtigen Lagerung verschiedener Obst- und Gemüsesorten auseinanderzusetzen. Denn im Privathaushalt landen Banane, Radieschen,    Salat und Apfel am häufigsten im Müll, weil sie durch falsche Aufbewahrung an Frische verloren haben oder sogar verdorben sind. Tipps zum Mitnehmen erhalten die Messebesucherinnen und -besucher in Form eines gedruckten „Lagerungs-ABC“. Außerdem stellt das MehrWert-Projekt unter www.mehrwert.nrw/richtiglagern umfangreiche Informationen online zur Verfügung.

Planungshilfe für den Einkauf

Fast ständig verfügbare Lebensmittel und spontane Einkäufe tragen ebenfalls zur Lebensmittelverschwendung bei. Deshalb gibt es am Messestand Enkaufsblöckchen als Planungshilfe. Diese enthalten zugleich Hinweise zur Klimabilanz verschiedener Produkte und Speisen. Beispielsweise haben 150 Gramm Erdbeeren, die im Winter aus Ägypten zu uns eingeflogen werden, 460 Gramm klimaschädliches CO2  „im Gepäck“, während Freilanderdbeeren im Sommer aus der Region lediglich 35 Gramm CO2-Ausstoß verursachen. Auch bei Fleisch oder Milchprodukten können Verbraucherinnen und Verbraucher durch ihre Auswahl Beiträge zur Verringerung von ernährungsbedingten Emissionen leisten.

Nachhaltigkeit auch Top-Thema beim Bühnentalk

Wie jede und jeder dazu beitragen kann, dass weniger Essen in der Tonne landet, erklärt Sarah Hermges vom MehrWert-Team auch beim Talk auf der NRW-Bühne. Dort werden gleichzeitig vor den Augen der Messegäste Reste zu neuen leckeren Gerichten verkocht und anschließend zum Probieren angeboten. Auf das starke bürgerschaftliche Engagement in NRW rund um einen nachhaltigen Konsum weist Projektleiter Dr. Martin Klug in einer Diskussionsrunde hin. Dass die Klimadebatte die Menschen bewegt, zeigen zudem die vielen Gespräche am MehrWert-Stand. Dabei werden auch die Grenzen individuellen Handelns und die gemeinsame Verantwortung von Politik, Wirtschaft, Handel und Verbrauchern thematisiert.

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