Initiativen und Kommunen nachhaltig vernetzen

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Auf der 4. Netzwerktagung "Global Nachhaltige Kommune" (GNK NRW) stellte das MehrWert-Projekt seine Aktivitäten im Bereich Engagement für Nachhaltigkeit vor. Besonderes Anliegen: bürgerschaftliche Initiativen und Kommunen näher zusammenzubringen.

Workshop: Moderator und Moderatorin stehen vor einer Metaplanwand mit Ergebnissen
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Wie können sich Kommunen und bürgerschaftliche Initiativen für Nachhaltigkeit besser austauschen, vernetzen und konstruktiv zusammenarbeiten? Diese Frage rückte das MehrWert-Projekt in seinen Beiträgen zum 4. Netzwerktreffen "Global Nachhaltige Kommune" in Dortmund in den Mittelpunkt.

Tim Schwermer stellte die Erkenntnisse und Unterstützungsangebote des Projekts vor und diskutierte anschließend in einem "Open Space" mit den teilnehmenden Vertreterinnen und Vertretern von NRW-Kommunen.

Kommunen sind wichtige Ansprechpartner für engagierte Gruppen

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger setzen sich aktiv für nachhaltigen Konsum und Klimaschutz ein und engagieren sich in einer von mehr als 700 Initiative in NRW.

Wie eine Befragung des MehrWert-Projekts ergab, haben viele dieser Gruppen bereits gute Kontakte mit ihren jeweiligen Kommunen, erläuterte Tim Schwermer in seinem Impulsvortrag. Von einer Mehrzahl der auskunftsbereiten Initiativen werde jedoch eine stärkere Unterstützung gewünscht, wenn es um Genehmigungen, Raumsuche oder finanzielle Förderung geht. Zudem könnten Kooperationen intensiviert werden.

Das MehrWert-Projekt hat daher Regionalgespräche ins Leben gerufen, die Initiativen und Kommunen an einem Ort in NRW zusammenbringen.

Auch online wird die Vernetzung gefördert. So können Städte und Gemeinden die interaktive Mitmachkarte des Projekts, die  lokale Initiativen auffindbar macht, in ihre jeweiligen kommunalen Internetseiten integrieren. 

Verbraucherzentrale als Akteurin vor Ort bekannt und geschätzt

In der Diskussion wurde deutlich, dass einige GNK-Kommunen neben dem Regionalgespräch auch bereits die örtlichen Verbraucher- und Umweltberatungen der Verbraucherzentrale NRW als Schnittstelle zu Initiativen nutzen. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten sei es aber in diesem Jahr schwerer, in den Austausch zu treten.

Im Rahmen der Aktion GlücksTaten, dem Beitrag von MehrWert zu den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit vom 20. bis 26. September, sollen lokale Vernetzungstreffen – eventuell auch als  Online-Veranstaltung – diese Kontakte wieder intensivieren.

Herausforderung: Vernetzung nachhaltig festigen

Im Open Space "Nachhaltige Kooperation zwischen Kommunen und Initiativen" wurden Schlüsselfaktoren für die Umsetzung ("How-To-Beispiele") herausgearbeitet.

Die Teilnehmenden diskutierten die möglichen Verankerungsmöglichkeiten sowie die Integration von MehrWert-Angeboten in das kommunale Nachhaltigkeitsmanagement und äußerten Wünsche, wie eine zukünftige Zusammenarbeit konkret aussehen sollte. Zwar gebe es bereits viele Kooperationen mit lokalen Verbrauchergruppen, zum Beispiel in den GNK-Steuerungsgruppentreffen, eine strategische und zugleich nachhaltige Vernetzung etwa durch gemeinsame Arbeitsgruppen oder regelmäßige Treffen müsse aber weiterhin verfolgt werden. 

Kontakt für Kommunen: Tim Schwermer, tim.schwermer@verbraucherzentrale.nrw

Das Projekt Globale Nachhaltige Kommune in NRW (GNK NRW)

Im Rahmen des Projekts Global Nachhaltige Kommune in NRW (GNK NRW) werden 30 Kommunen bei der Entwicklung von Strategien für eine global Nachhaltige Entwicklung begleitet. Ausgangspunkt ist die im September 2015 beschlossene Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung aller UN-Mitgliedsstaaten.

Mit den 17 global gültigen Nachhaltigkeitszielen (goals) und 169 Unterzielen (targets) haben die Vereinten Nationen einen Rahmen geschaffen, die für alle Staaten gelten.

In NRW haben 30 Modellkommunen integrierte Nachhaltigkeitsstrategien im Kontext der Agenda 2030 entwickelt. Es bestehen darüber hinaus Bezüge zur Deutschen bzw. NRW-Nachhaltigkeitsstategie.

Die Servicestelle Kommunen in der einen Welt (SKEW) von Engagement Global setzt in Kooperation mit der LAG 21 NRW im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das Projekt um.

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