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Gärtnern mit Abstand und im Schichtsystem

Stand:

Die Aktiven des Düsseldorfer Gemeinschaftsgartens „düsselgrün“ organisieren die Gartenarbeit wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen jetzt digital. So konnten Beete vorbereitet und erste Gemüsesorten ausgesät werden.

Der Gemeinschaftsgarten düsselgrün mit dem Hinweis, dass vorerst kein offener Gartentreff stattfindet.
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Düsselgrün ist ein Gemeinschaftsgarten und das meint auch Rücksicht aufeinander zu nehmen und solidarisch zu handeln.

Am 22. März 2020 sollte eigentlich Saisonstart sein im Gemeinschaftsgarten „düsselgrün“ – Auftakt für die offenen Gartentreffs jeden Sonntag. Doch das Coronavirus machte diese Planung zunichte. „Düsselgrün ist ein Gemeinschaftsgarten und das meint auch Rücksicht aufeinander zu nehmen und solidarisch zu handeln. Und im Moment heißt das vor allem, zu Hause zu bleiben und den Pflanzen auf dem Balkon oder der Fensterbank beim Wachsen zuzusehen“, teilen die „düsselgrünies“ auf Facebook mit.

 

Unkraut zupfen erlaubt – aber nicht in Gruppen

„Wir haben erst einmal alles, was offiziell und im größeren Kreis ist, abgesagt“, sagt Daria Blüm von der Gartengemeinschaft im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk. An der Fläche im sogenannten WGZ-Park hinter dem Hauptbahnhof weist ein Schild mögliche Besucherinnen und Besucher darauf hin, dass sich maximal zwei Personen oder eine Kleinfamilie im Garten aufhalten dürfen. Geschlossen ist das Gelände nicht – ein bisschen Unkraut zu zupfen oder das Gesicht in die Sonne zu halten, ist erlaubt.

Orga-Treffen als Video-Konferenz

Als Vorbereitung für das Gartenjahr reicht das jedoch nicht, und deshalb haben die Aktiven sich digital organisiert. Über Online-Tools wird auf- und mitgeteilt, wer wann im Garten ist, was gemacht wurde und was noch ansteht. Zudem gibt es einen Gießplan. „Wir haben uns breiter aufgestellt, machen Schichten und wer kann, geht auch unter der Woche hin“, erklärt Daria Blüm. Orga-Treffen finden als Video-Konferenzen statt.

Hochbeete vorbereitet und erste Gemüsesorten ausgesät

„Wir haben schon ganz gut was geschafft“, berichtet Daria. Hochbeete wurden ausgebessert, mit Kompost aufbereitet und winterharte Gemüsesorten wie Möhren, Rote Bete oder Spinat ausgesät. Empfindlichere Gemüse wie Tomaten, Paprika oder Zucchini sowie verschiedene Kräuter ziehen die Gemeinschaftsgärtnerinnen und -gärtner zuhause vor. Völlig unbehelligt von der Corona-Pandemie machen außerdem die Bienen, die im Garten beheimatet sind, ihren Job.

Die Gemeinschaft fehlt

Trotzdem: „Wir hoffen einfach, dass man bald wieder zusammen und auch mit neuen Interessenten gärtnern kann“, so Daria Blüm. „Das macht schließlich einen Gemeinschaftsgarten aus. Außerdem können wir immer Unterstützung gebrauchen.“

Aktuelle Informationen, wie es bei „düsselgrün“ weitergeht, sind hier zu finden. Außerdem informiert die Initiative auf ihrer Homepage.

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