FRÖBEL-Kitas retten Lebensmittel

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Acht NRW-Einrichtungen des bundesweiten Kindergartenträgers wollen mit Unterstützung des Projekts MehrWertKonsum ihre Verpflegung abfallarm und klimafreundlich gestalten.

Zwei Kinder schälen Kartoffeln
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Mit acht Kitas im Ruhrgebiet und in Köln beteiligt sich FRÖBEL, Deutschlands größter überregionaler freigemeinnütziger Träger von Kinderkrippen, Kindergärten und Horten, am Projekt MehrWertKonsum der Verbraucherzentrale NRW. Die Einrichtungen wollen Lebensmittelabfälle in den Blick nehmen und ihre Verpflegungsangebote klimafreundlicher gestalten. „Wir freuen uns sehr, dass wir trotz der derzeit herausfordernden Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie die Zusammenarbeit starten konnten“, so Dr. Jonas Grauel, stellvertretender Leiter des Projekts MehrWertKonsum.

Digitale Einführung in die Messung und Analyse von Speiseabfällen

Im ersten Schritt verschaffen sich die beteiligten Kitas aus Essen, Mülheim und Köln einen Überblick über anfallende Speiseabfälle. Dazu werden Produktionsmengen, die Zahl der Essensteilnehmer sowie Ausgabe- und Tellerreste genau erfasst. Wie diese Messungen funktionieren, vermittelt das Team von MehrWertKonsum gewöhnlich vor Ort im direkten Austausch mit den Küchenkräften.

Wegen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen erfolgte die Einweisung diesmal jedoch in einem Online-Workshop. „Eine digitale Einführung war auch für uns etwas Neues, ließ sich dank guter technischer Ausstattung der Kitas, unserem Videomaterial und detaillierter Besprechung aller einzelnen Schritte jedoch gut umsetzen“, berichtet Saskia Hein, die im Projekt die Abfallmessungen begleitet.

Die erhobenen Daten geben die Einrichtungen selbstständig in den Küchenmonitor, ein kostenloses Online-Tool, ein. Anschließend werden die Daten vom Projektteam ausgewertet und Ursachen für Überproduktionen werden aufgedeckt. Waren weniger Kinder beim Essen als geplant? Wurden Beilagen zu reichlich aufgetischt und mussten am Ende weggeworfen werden? Hat der Nachtisch nicht geschmeckt?

Eigene Frischeküche erlaubt individuelle Anpassungen

Alle beteiligten FRÖBEL-Kitas kochen frisch vor Ort. Damit gibt es einen „direkten Draht“  zwischen Leitung und Küche, Mengen und Portionsgrößen können schnell anpasst werden. „Die teilnehmenden Einrichtungen sind begeistert. Bereits nach den ersten Messungen hat sich das Bewusstsein der Köchinnen und Köche weiter geschärft und erste positive Effekte zeigen sich“, sagt Arnd Kortwig, Geschäftsleiter der FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH für die Region Köln. Durch die eigene Küche sind auch beim Speiseplan und den verwendeten Lebensmitteln Änderungen hin zu mehr Klimaschutz gut umsetzbar – etwa durch den Einsatz von saisonalem Obst und Gemüse aus der Region oder von Bioprodukten.

Umweltschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bei FRÖBEL hat Bildung für nachhaltige Entwicklung einen festen Platz in der Kita-Pädagogik. Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz werden auf vielfältige Weise im Alltag aufgegriffen. „Das Projekt MehrWertKonsum bietet uns die wunderbare Möglichkeit, mit professioneller Unterstützung die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und dauerhaft einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leisten“, so Kortwig. „Darüber hinaus erhoffen wir uns einen weiteren positiven Effekt auf unseren Nachhaltigkeitsblick im pädagogischen Alltag.“

„Die teilnehmenden Einrichtungen sind begeistert. Bereits nach den ersten Messungen hat sich das Bewusstsein der Köchinnen und Köche weiter geschärft und erste positive Effekte zeigen sich.“  Arnd Kortwig, FRÖBEL-Geschäftsleiter Region Köln

 

Der FRÖBEL e.V. wurde am 22. Mai 1990 in Berlin gegründet. Er ist anerkannter Träger der Jugendhilfe und Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Namensgeber ist Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782 – 1852). Über die Trägergesellschaft FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH betreibt der Verein 197 Kindertagestätten Krippen und Horte in ganz Deutschland, davon 65 in NRW.

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