So klimafreundlich sind Milch-Alternativen

Stand:
Pflanzendrinks sind eine klimaschonendere und tierfreundliche Alternative zu Milch. ­čĺÜ
Besonders nachhaltig sind sie, wenn ihre Zutaten aus Europa kommen.
Eine Hand h├Ąlt einen Glaskrug mit Mandelmilch
Off

Unsere Umwelt und unser Klima werden durch vegetarische und vegane Produkte deutlich entlastet, denn der Einsatz einer pflanzlichen Rohstoffbasis bietet gegen├╝ber tierischen Rohstoffen klare Vorteile im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch und die klimasch├Ądigenden Emissionen. Gleichzeitig muss die jeweilige Herkunft der Lebensmittel kritisch betrachtet werden, da beispielsweise auch Mandeln oder Reis f├╝r pflanzliche Drinks hohe┬áCO2-Emissionen verursachen k├Ânnen.

  • Bei Haferdrinks stammt der Hafer h├Ąufig aus Deutschland.┬á
  • Sojadrinks sind klimafreundlicher, wenn das Soja in Europa angebaut wird.
  • Reisdrinks weisen von den pflanzlichen Drinks oben im Bild die schlechteste Klimabilanz auf.

Die Verbraucherzentrale NRW hat 71 Milchersatzprodukte untersucht und verglichen. Die Ergebnisse des Checks Ôćĺ

Die Klimafreundlichkeit von Milch-Alternativen wie Soja-, Hafer-, Reisdrinks

Haferdrink

  • CO2-├äquivalent pro 1.000 ml: ca. 450 g CO2-├äquivalent
  • Transport/Ursprungsort: Hafer w├Ąchst in Deutschland. Der Transportweg kann dadurch sehr kurz gehalten werden.
  • Ressourceneinsatz zur Herstellung: Geringer Energieaufwand beim Anbau, da Hafer eine relativ gen├╝gsame Pflanze ist und gut im k├╝hlen und feuchten Klima n├Ârdlicher Breiten w├Ąchst. Auch der Verbrauch an Wasser ist niedrig.┬á

Kuhmilch

  • CO2-├äquivalent pro 1.000 ml: ca. 1.800 g CO2-├äquivalent
  • Transport/Ursprungsort: Kuhmilch wird in Deutschland hergestellt und kann daher potenziell aus der Region stammen.
  • Ressourceneinsatz zur Herstellung: Bei der Herstellung von Kuhmilch besteht ein hoher Energieaufwand, da zum einen Ressourcen f├╝r die Aufzucht der Tiere ben├Âtigt werden und zum anderen zus├Ątzlich noch die Ressourcen beachtet werden m├╝ssen, die f├╝r die Produktion der Futtermittel n├Âtig sind.

Reisdrink

  • CO2-├äquivalent pro 1.000 ml: ca. 750 g CO2-├äquivalent
  • Transport/Ursprungsort: Da 90 % der weltweiten Reisproduktion in Asien stattfindet, fallen sehr lange Transportwege an.
  • Ressourceneinsatz zur Herstellung: Von den drei hier genannten pflanzlichen Drinks entstehen bei der Herstellung von Reisdrinks die meisten Treibhausgase. Beim Nassreis-Anbau entsteht vor allem das besonders klimasch├Ądliche Methan. Au├čerdem wird bei der Produktion eine hohe Menge an Wasser verbraucht.┬á

Sojadrink

  • CO2-├äquivalent pro 1.000 ml: ca. 500 g CO2-├äquivalent
  • Transport/Ursprungsort: Soja f├╝r Tofu und Sojadrinks wird zum gr├Â├čten Teil in Europa angebaut. Hauptproduzenten in Europa sind ├ľsterreich, Frankreich, Belgien und die Niederlande. Der Anbau von Soja in S├╝damerika ist problematisch, da hierf├╝r riesige Fl├Ąchen des Regenwaldes abgeholzt werden.
  • Ressourceneinsatz zur Herstellung: Bei der Herstellung von Soja kommt es sehr auf den Ort und die Art der Herstellung an. In Europa angebautes Soja ist gentechnikfrei und beansprucht bei der Produktion durchschnittlich ca. 60% weniger Ressourcen als Kuhmilch. Soja aus den USA oder S├╝damerika ist dagegen weitaus problematischer. Dort wird zum Gro├čteil genmanipuliertes Soja angebaut und ein h├Âherer Einsatz von Pestiziden angewendet.┬á

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