So bunt und lecker ist Klimaschutz

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Bei einer Aktionswoche des MehrWert-Projekts lernte der Nachwuchs im Kinder- und Jugenddorf Bethanien in Schwalmtal mehr über nachhaltige Ernährung. 
Mehrere Bilder der Aktion im Kinderdorf
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Im Bethanien Kinder- und Jugenddorf in Schwalmtal drehte sich drei Tage lang alles um eine leckere und klimafreundliche Ernährung. Unter dem Motto "Unser Kinderdorf, unsere Zukunft. Gemeinsam aktiv für mehr Klimaschutz" führte das MehrWert-Projekt der Verbraucherzentrale NRW verschiedene Workshops und Aktionen durch, die den Kindern, Jugendlichen, aber auch den Erwachsenen im Kinderdorf zeigten, wie Ernährung und Klimaschutz zusammenhängen und mehr Nachhaltigkeit auf den Teller kommt. 

Der "Held vom Feld" führt Kinder durch die Welt der Gemüse

Die Jüngeren lernten beispielsweise den „Held vom Feld“ kennen. In diesem Workshop ging es darum, die Neugier auf verschiedene Gemüsesorten zu wecken. Was ist eigentlich Mangold und wie sieht Rucola aus? Was macht es aus, ob ein Lebensmittel aus der Region kommt oder über tausende Kilometer mit dem Flugzeug transportiert wurde? Zum Abschluss wurden gemeinsam Pfannkuchen mit Spinatfüllung gebacken und Nudeln mit Pesto gekocht. Die Gruppen waren davon ganz begeistert, auch wenn der Spinat nicht bei allen so gut ankam. "Die armen Pfannkuchen", ließ die 12-jährige Aline verlauten, als diese mit Spinat gefüllt werden sollten. Aber die Vorlieben beim Essen sind halt verschieden: "Das hat richtig lecker geschmeckt. Können wir das nächste Woche wieder machen?", kommentierte ein Achtjähriger. 

Jugendliche und Mitarbeitende für den Wert von Lebensmitteln sensibilisiert 

Ältere Jugendliche setzten sich bei der Bildungseinheit "Zukunftsesser" mit Themen wie Lebensmittelverschwendung, richtiger Lagerung, Saisonalität und Klimaeffekten verschiedener Lebensmittel auseinander. Bei einer Bildverkostung wurden neben Kuhmilch auch Reis-, Hafer- und Soja-Drinks probiert. Die Unterschiede bei den pflanzlichen Milchalternativen herauszuschmecken, war gar nicht so einfach. "Ich wusste gar nicht, dass Kuhmilch so klimaschädlich ist", meinte eine 13-Jährige nachdenklich. 

Einbezogen wurden auch die Mitarbeitenden des Bethanien Kinderdorfes. Sie konnten an Seminaren  teilnehmen, in denen Wege zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen aufgezeigt und die Gestaltung eines klimafreundlichen Speiseplans erläutert wurden. "Ich freue mich, dass so viele unserer Gruppen bei der Aktion mitgemacht haben und so noch einmal für das Thema sensibilisiert wurden", so Kinderdorfleiterin Julia Bartkowski.

Selbst ausgemalte Gemüse-Masken und eine Fotobox sorgen für Spaß  

Jeden Tag konnten die Kinder und Jugendlichen neben den Workshops auch Obst- und Gemüsebeutel bestempeln oder eine Gesichtsmaske mit einem Obst- oder Gemüsemotiv ausmalen. Besonders bei den Masken kam viel Spaß auf – sie wurden sofort aufgesetzt. Und als Highlight konnte an der Fotobox des MehrWert-Projekts gleich noch ein persönliches Erinnerungs-Selfie an die Aktionstage aufgenommen werden. 

Gemeinsames Essen an der "Langen Tafel"

Höhepunkt war dann aber wohl die Abschlussaktion "Lange Tafel". Jedes Haus des Kinderdorfs erhielt eine Kochbox. Die Rezepte gab es von der Verbraucherzentrale, ein örtlicher Supermarkt stellte die Lebensmittel. So kam ein buntes Buffet zusammen, unter anderem mit Gemüsefrikadellen und Falafelbällchen. Gegessen wurde bei schönstem Wetter draußen.  

"Wir freuen uns, dass die Aktionen so gut angekommen sind", so Projektmitarbeiterin Antonia Blumenthal. "Die Kinder und Jugendlichen waren voller Motivation dabei und haben Vieles mitgenommen." Verbraucherzentrale und Kinderdorf wollen die Zusammenarbeit gerne fortsetzen. 

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