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Probier mal Klimaschutz!

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Unsere Ernährungsweise hat große Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Denn abhängig von der Art und Weise, wie Lebensmittel erzeugt, verarbeitet, gelagert, transportiert, gekühlt und zubereitet werden, entstehen mehr oder weniger klimawirksame Treibhausgase. Um diese Zusammenhänge geht es bei den Schüler-Informationswochen des Projekts MehrWert NRW unter dem Motto "Probier mal Klimaschutz!".

Ein Junge und ein Mädchen essen Salat.
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Frisch statt fertig, Klasse statt Masse – und öfter mal vegetarisch

Für die Erzeugung von Lebensmitteln werden Boden, Wasser und Energie verbraucht. Dabei entstehen auch klimaschädliche Gase, zum Beispiel CO2 (Kohlendioxid). Besonders energieaufwändig ist die Produktion von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch und Wurstwaren. Diese belasten das Klima daher deutlich stärker als pflanzliche Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Getreideprodukte.

Grafik: die CO2-Emissionen eines Hamburgers mit Pommesbeilage und Spaghetti mit Tomatensoße im Vergleich

Frische Lebensmittel stehen in Sachen Klimabilanz besser da als solche, die stark verarbeitet wurden – beispielsweise zu Tiefkühlware, Fertiggerichten und Konserven.

Wer öfter mal auf Fleisch und Wurst verzichtet und stattdessen eine vegetarische Alternative wählt, schont das Klima.

Anschaulich macht das der Vergleich zwischen einem klassischen Hamburger mit Pommesbeilage und Spaghetti mit Tomatensoße: Der Hamburger mit Rindfleisch und die erst tiefgekühlten, dann frittierten Pommes verursachen zirka 1960 Gramm CO2-Emissionen - die vegetarischen Spaghetti mit frischen Tomaten nur etwa 170 Gramm.

Dass im Hamburger-Gericht mehr Energie steckt als in der Spaghetti-Alternative, zeigt auch der Kalorienvergleich. Während man etwa 100 Minuten Radfahren muss, um den Hamburger mit Pommes (ca. 830 Kilokalorien) abzutrainieren, reichen bei den Spaghetti mit Tomatensoße (ca. 540 Kalorien) rund 60 Minuten. Weniger Fleisch und fettes Essen, mehr frische Produkte als fertige – das ist auch gut für die Gesundheit und die schlanke Linie.

Weniger Lebensmittel wegwerfen

Rund 20 Prozent aller gekauften Lebensmittel werden in Deutschland weggeworfen. Pro Kopf und Jahr laden damit gut 80 Kilogramm Lebensmittel und zirka 230 Euro im Müll. Boden und Energie werden unnötig verbraucht, das Klima belastet. Wer also Geld sparen und der Umwelt etwas Gutes tun will, versucht weniger wegzuwerfen und Reste kreativ zu verwerten.

Klimagesundes Mensa-Essen

Im Rahmen des Angebots "Klimagesunde Schulverpflegung" unterstützt das Projekt MehrWert NRW vier Partnerschulen in NRW dabei, das Speisenangebot für Schülerinnen und Schüler sowohl gesund als auch klimafreundlich zu gestalten. Dazu gibt es beispielsweise Workshops und Kochschulungen für Verpflegungsanbieter. Im Rahmen von Klimawochen können die Jugendlichen dann auch selbst kochen, Snacks und neue Gerichte probieren sowie bei einem Quiz ihr Wissen über Ernährung und Klimaschutz testen.

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