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Mit dem Rad bei Wind und Wetter

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So kommen Sie auch bei Regen, Schnee und Eis sicher und trocken ans Ziel.

Fahrräder im Regen
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Fahrradfahren hält fit, ist preiswert und gut für die Umwelt. Aber sich bei Regen, Kälte, Schnee und Eis aufs Rad zu schwingen, ist doch nur etwas für besonders hartgesottene Zeitgenossen, oder?

Sicher: An den Komfort eines Autos kommt das beste Fahrrad nicht heran. Dafür entfallen aber auch die lästige Parkplatzsuche, das Warten im Stau und im Winter das Frei kratzen der Windschutzscheibe. Wer auf ein paar Punkte achtet, ist auch in der kalten Jahreszeit bestens gerüstet, um mit dem Rad sicher und trocken ans Ziel zu kommen.

Idee: Kombinieren Sie die Vorteile des Fahrrads mit denen von Bus und Bahn, indem Sie mit dem Rad zum Bahnhof fahren oder Ihr Fahrrad in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen.

Es gibt kein schlechtes Wetter …

Vorschau des Infoplakats "Radfahren im Alltag"
Unser Plakat "Radfahren im Alltag" gibt es hier als PDF zum Download (PDF, 19.83 MB).
 

… es gibt nur falsche Kleidung. Diese Weisheit hat sicherlich jeder schon einmal gehört. Aber was heißt das fürs Fahrradfahren konkret?

  • Zwiebelprinzip: Mehrere dünne Schichten sind besser als eine dicke. So wird Schweiß am besten abtransportiert und bei Bedarf kann die äußerste Schicht ausgezogen werden.
  • Kunstfaser statt Baumwolle: Für die innerste Schicht empfiehlt es sich, auf Kunstfasern zu setzen, die Schweiß besser wieder abgeben als Baumwolle. Die Einhaltung ökologischer und sozialverträglicher Standards erkennt man an den Siegeln bluesign und Fair Wear Foundation.
  • Wasserdicht und atmungsaktiv: Sowohl Regenjacken als auch Regenhosen sollten wasserdicht und atmungsaktiv sein. So bleibt man von innen und von außen trocken. Doch Vorsicht: Die häufig eingesetzten "perfluorierten Chemikalien" (PFC) belasten langanhaltend Gesundheit und Umwelt. Achten Sie daher auf den Hinweis "PFC-frei" oder "fluorfrei".
  • Helle Farben: Bei schlechtem Wetter wird man im Verkehr schlechter gesehen. Daher am besten Regenkleidung in auffälligen Farben oder mit reflektierenden Elementen wählen.

Idee: Einen Spritzschutz für die Schuhe bieten wasserabweisende Fahrradgamaschen. Sie können über jedem Schuh getragen werden.

Auch im Winter gut ankommen

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Schnee und Eis stellen besondere Anforderungen an Mensch und Technik. Von der Kette über Brems- und Schaltzüge bis hin zu Gangschaltung und Fahrradschloss: Alle beweglichen Teile am Fahrrad leiden unter Nässe, Kälte und Streusalz. Um ein Blockieren zu vermeiden, sind im Winter eine regelmäßige Reinigung und ein gründliches Fetten oder Ölen dieser Teile angesagt. Wie beim Auto gibt es auch fürs Fahrrad spezielle Winterreifen, die bei Schnee für sicheren Halt sorgen. Außerdem dürfen Radfahrer Spikereifen benutzen, die bei Eisglätte und festgefahrener Schneedecke Sicherheit bieten.

Reduzieren Sie den Reifendruck auf den am Mantel angegebenen Minimalwert, um auch mit normalen Reifen einen besseren Griff auf Eis und Schnee zu haben.

Sehen und gesehen werden

Bei schlechten Sichtverhältnissen in der Dämmerung oder bei Regenwetter ist eine funktionierende Beleuchtung überlebenswichtig. Gesetzlich vorgeschrieben sind:

  • fest angebrachter Scheinwerfer und Rücklicht mit Dynamo, Batterien oder Akku
  • weißer Frontreflektor, roter Rückstrahler und roter Großflächenrückstrahler
  • jeweils zwei Speichenreflektoren je Rad oder Reflexstreifen an den Reifen
  • Pedalreflektoren nach vorne und hinten an beiden Pedalen

Der Frontreflektor und einer der Rückstrahler dürfen in Scheinwerfer und Rücklicht integriert sein. Blinklichter am Fahrrad sind nicht zugelassen, an der Kleidung dürfen sie jedoch angebracht werden.

Idee: Nabendynamos sind mittlerweile Stand der Technik und laufen zuverlässig bei jedem Wetter.

Sicherer mit Helm

Ein Fahrradhelm kann im Ernstfall das Leben retten – das Risiko, bei einem Unfall tödliche Verletzungen zu erleiden, ist mit Helm 19-mal geringer als ohne. An erster Stelle für die Sicherheit steht, dass der Helm gut sitzt. Damit er auch getragen wird, sollte er möglichst bequem sein und auch optisch gefallen.

Idee: Mit einem Regenüberzug schützt Sie ein Fahrradhelm auch vor Nässe von oben.

 

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