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Nachwuchspreis MehrWert NRW 2019

Stand:

Zum zweiten Mal hat das MehrWert-Projekt in Kooperation mit der Effizienz-Agentur NRW den Nachwuchspreis MehrWert NRW vergeben. Als Unterstützerin war 2019 erstmals auch die NRW.BANK dabei.

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Studierende und Hochschulabsolventen aus unterschiedlichen Studiengängen in ganz NRW konnten sich mit ihren ressourcenschonenden Innovationen um den Preis bewerben. Gesucht wurden Verbraucherprodukte und Dienstleistungen, die es Konsumentinnen und Konsumenten leicht machen, Rohstoffe und Energie zu sparen.

Eine fachkundige Jury wählte aus zahlreichen Einreichungen drei Preisträgerinnen und Preisträger in drei Kategorien aus. NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser übergab die Nachwuchspreise am 19. November 2019 im Rahmen der Verleihung des Effizienz-Preises NRW im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln.
 

Außenansicht vom Olympiamuseum in Köln

Im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln wurden am 19. November 2019 die Gewinnerinnen und Gewinner von Effizienz-Preis NRW und Nachwuchspreis MehrWert NRW ausgezeichnet.

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (2.v.l.) mit Michael Hermanns (l.), Abteilungsleiter im Umweltministerium, Ulrike Schell, Mitglied der Geschäftsleitung Verbraucherzentrale NRW, Dr. Peter Jahns, Geschäftsleiter der Effizienz-Agentur NRW und Moderator Tobis Häusler (v.l.).

Gleich geht’s los: NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (2.v.l.) mit Michael Hermanns (l.), Abteilungsleiter im Umweltministerium, Ulrike Schell, Mitglied der Geschäftsleitung Verbraucherzentrale NRW, Dr. Peter Jahns, Geschäftsleiter der Effizienz-Agentur NRW und Moderator Tobis Häusler (v.l.).

Rund 250 Gäste verfolgten die Preisverleihung

Rund 250 Gäste verfolgten die Preisverleihung. In einer Ausstellung waren die prämierten Innovationen von mittelständischen Unternehmen (Effizienz-Preis NRW) und Studierenden (Nachwuchspreis MehrWert NRW) zu sehen.

Interviewrunde mit dem Kooperationspartner Effizienz-Agentur NRW, Verbraucherzentrale NRW und NRW.BANK sowie Umweltministerin Ursula Heinen-Esser

In einer von Moderator Tobias Häusler (r.) geführten Interviewrunde beleuchteten die Kooperationspartner Effizienz-Agentur NRW, Verbraucherzentrale NRW und NRW.BANK sowie Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, warum ressourcenschonendes Produzieren und Konsumieren wichtig ist.

In kurzen Videos stellten die Studierenden selbst ihre innovativen Ideen vor, …

In kurzen Videos stellten die Studierenden selbst ihre innovativen Ideen vor, …

Preisverleihung GreenB

… dann gab es auf der Bühne für die Gewinnerinnen und Gewinner Urkunden und Blumensträuße.

Preisträger Jonathan Pohlke und NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser

Bei einem kurzen Rundgang ließ sich NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser von Preisträger Jonathan Pohlke dessen Computergehäuse „Pius“ erklären. Der Clou: Es besteht aus recyceltem Karton und wird einfach zusammengesteckt.

Preisträger der ecosign/Akademie für Gestaltung Köln erhält von der Ministerin und Phillip Salm von der NRW.BANK den Nachwuchspreis.

Wenig später erhielt der Student der ecosign/Akademie für Gestaltung Köln von der Ministerin und Phillip Salm von der NRW.BANK den Nachwuchspreis.

Sabrina Großkopp übertragt in ihrer Designfiktion „Schlaraffenstadt 2040“ den Kreislaufgedanken auf die Lebensmittelproduktion in der Stadt.

Sabrina Großkopp, Studentin der Folkwang Universität der Künste Essen, überträgt in ihrer Designfiktion „Schlaraffenstadt 2040“ den Kreislaufgedanken auf die Lebensmittelproduktion in der Stadt.

Für die Arbeit „Schlaraffenstadt 2040“ erhielt Sabrina Großkopp den Nachwuchspreis MehrWert NRW in der Kategorie „Vision“

Für die Arbeit „Schlaraffenstadt 2040“ erhielt Sabrina Großkopp den Nachwuchspreis MehrWert NRW in der Kategorie „Vision“.

Jannick Höper, Maximilian Both, Sebastian Theißen und Jan Drzymalla (v.l.) von der Technischen Hochschule Köln haben die App “GreenB” entwickelt, mit der Verbraucherinnen und Verbraucher die Ökobilanzen von Bauprodukten überprüfen können.

Jannick Höper, Maximilian Both, Sebastian Theißen und Jan Drzymalla (v.l.) von der Technischen Hochschule Köln haben die App “GreenB” entwickelt, mit der Verbraucherinnen und Verbraucher die Ökobilanzen von Bauprodukten überprüfen können.

Benjamin Reinsch mit seiner Insektenzuchtstation „Nympha“

Während der Konsum von Insekten auf anderen Kontinenten völlig normal ist, sind europäische Verbraucherinnen und Verbraucher diesbezüglich noch skeptisch. Benjamin Reinsch, Student der Kölner ecosign/Akademie für Gestaltung, will das mit seiner Insektenzuchtstation „Nympha“ ändern.

Fabian Gruß (Foto) hat zusammen mit seinem Kommilitonen Stefan Hackl von der FOM Hochschule für Ökonomie und Management die App „epap“ entwickelt. Sie schickt einen digitalen Kassenbon direkt aufs Smartphone.

Fabian Gruß (Foto) hat zusammen mit seinem Kommilitonen Stefan Hackl von der FOM Hochschule für Ökonomie und Management die App „epap“ entwickelt. Sie schickt einen digitalen Kassenbon direkt aufs Smartphone.

Die Preisträgerinnen und Preisträger mit Phillip Salm (l., NRW.BANK), Julia R. Tschesche (2.v.l., Effizienz-Agentur NRW) und Ulrike Schell (2.v.r., Verbraucherzentrale NRW).

Die Preisträgerinnen und Preisträger mit Phillip Salm (l., NRW.BANK), Julia R. Tschesche (2.v.l., Effizienz-Agentur NRW) und Ulrike Schell (2.v.r., Verbraucherzentrale NRW).


Die Preisträgerinnen und Preisträger 2019 sind:

Kategorie Produkt
 

Computergehäuse "Pius"

Computergehäuse „Pius“
Jonathan Pohlke, Student des Nachhaltigen Designs an der ecosign/Akademie für Gestaltung Köln


Mehr als 22 Millionen Exemplare des Einplatinen-Computers „Raspberry Pi“ wurden bis Ende 2018 weltweit verkauft. Klein, kostengünstig und mit einer Open-Source-Software versehen ermöglichen die kleinen Geräte vielen Menschen den Einstieg in die digitale Welt und dienen als einfacher Computer, Steuerungsmodul oder Mediaplayer. Mit dem Gehäuse „Pius“ von Jonathan Pohlke ist der Rechner vor Luftfeuchtigkeit, Schmutz und anderen äußeren Einflüssen geschützt  - und das ganz ohne Kunststoff. „Pius“ besteht zu 100 Prozent aus recyceltem Karton und wird durch eine clevere Falttechnik zusammengebaut. Dies ermöglicht einen Verzicht auf Kleber sowie einen verpackungsarmen Versand. Am Ende der Nutzung kann das Gehäuse wieder in den Verwertungskreislauf gegeben werden.

„Pius“ hat die Jury durch seine schlichte und gleichzeitig effektive Gestaltung überzeugt. Das Produkt verbindet Technik mit zeitlosem Design und zeigt, dass nachhaltige Innovationen ganz einfach sein können.
 

 


Kategorie Dienstleistung
 

App "GreenB"

App „GreenB“
Maximilian Both, Jan Drzymalla, Jannick Höper und Sebastian Theißen, Studiengang Green Building Engineering der Technischen Hochschule Köln


Die von den vier Studenten entwickelte App „GreenB“ soll Verbraucherinnen und Verbrauchern Orientierung angesichts der großen Vielfalt an Bauprodukten für Renovierung, Sanierung und Neubau bieten. Sie adressiert damit einen wichtigen Markt und einen Produktbereich mit großen Potenzialen für Ressourcenschonung und Klimaschutz. Mit Hilfe von eingescannten Strichcodes prüft die App Ökobilanzen, Umweltzertifikate, soziale Produktionsstandards und chemische Inhaltsstoffe zum Beispiel von Dämmplatten, Farben oder Dichtungsmaterialien und macht erkennbar, wie umwelt-, gesundheits- und sozialverträglich ein Produkt ist.

„GreenB“ schafft damit Transparenz bei der Auswahl umweltfreundlicher und schadstoffarmer Bauprodukte und erleichtert einen nachhaltigen Konsum. Eine große Chance der App sieht die Jury auch darin, dass bei den Anbietern ein Wettbewerb um ressourcenschonendere Produkte angeregt werden könnte.
 

 


Kategorie Vision
 

Designfiktion "Schlaraffenstadt 2040"

Designfiktion „Schlaraffenstadt 2040“
Sabrina Großkopp, Studentin des Graduiertenprogramms „Heterotopia Design“ an der Folkwang Universität der Künste Essen


In ihrer Designfiktion „Schlaraffenstadt 2040“ überträgt Sabrina Großkopp den Kreislaufgedanken konsequent auf die urbane Lebensmittelproduktion. Biomüll und menschliche Ausscheidungen werden in einem neuartigen Recyclingsystem zu Flüssigdünger aufbereitet, der wiederum den Anbau von Nahrungspflanzen ermöglicht. Industriedünger sind damit verzichtbar. Für die „Schlaraffenstadt 2040“ entwirft Sabrina Großkopp unter anderem eine interaktive öffentliche Toilette und einen Müllschlucker als konkrete Objekte. Zudem skizziert sie ein Liefersystem für die in der Stadt produzierten Lebensmittel und ein Bonusprogramm für die teilnehmenden Verbraucherinnen und Verbraucher. Ihre Entwürfe laden zur Diskussion über eine mögliche Stadt der Zukunft ein.

Die Jury sieht das hohe transformative Potenzial dieser Arbeit und unterstreicht mit dem Preis, wie wichtig mutiges utopisches Denken auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft ist.

 


 

Der Nachwuchspreis MehrWert NRW ist 2017 aus der Kooperation zwischen der Effizienz-Agentur NRW und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hervorgegangen. Die Effizienz-Agentur NRW zeichnet seit 2000 im zweijährigen Rhythmus ressourceneffiziente Produkte und Dienstleistung von produzierenden Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen mit dem Effizienz-Preis NRW aus.

Der Nachwuchspreis ergänzt dies, indem er die innovativen Ideen von jungen Leuten ins Rampenlicht rückt. Er prämiert herausragende studentische Arbeiten, die zur Verbreitung eines ressourcenschonenden Konsumverhaltens beitragen, und ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. Zudem können 2019 erstmals alle Bewerberinnen und Bewerber an kostenlosen Gründerworkshops der NRW.BANK teilnehmen.

Diese drei kreativen Produktideen wurden 2017 mit dem Nachwuchspreis MehrWert NRW ausgezeichnet.

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